Tipps und mehr. kleine allgemeine Tipps mit dem Umgang von Flipperautomaten
Bundesweiter Reparatur Service Flipper-Automaten




Kleine Tipps


Bei Eproms sollte man darauf achten, dass das Löschfenster mit irgendetwas lichtundurchlässigem zugeklebt ist.
Ein Eprom ist das Teil auf dem Foto wo der rote Pfeil draufzeigt.
In diesem ist das eigentliche Spielprogramm (Software) für das Flippermodell aus der jeweiligen Produktionsserie des Systems "gebrannt"

 

 

 

Es kommt öfters vor, dass E-Proms falsch in den Sockel gesteckt werden. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Kerbe in die richtige Richtung zeigt. Also nicht auf die Beschriftung sondern auf die Kerbe achten. Selbstverständlich sollten auch alle Beinchen richtig im Sockel sitzen.
Schrumpfschlauch ist besser als Lüsterklemmen.
Entfetten ist meistens besser als fetten wenn etwas schwergängig geht. Ein Plunger soll in einer Spulenhülse und dem darin aufgebauten indukt. Magnetfeld frei schweben.

Wenn Lampen nicht richtig leuchten (zum Beispiel GE#44) und einen Wackelkontakt in der Fassung haben hilft meistens das Reinigen der Fassung mit einem Glasfaserstift (selbstverständlich innen) und eine neue Lampe einsetzen. Wer wissen möchte wo es beides gibt der schaue hier. Weiterhin biete ich auch neue Lampenfassungen in meinem Shop an.

Verrostete Flipperbeine bekommt man am besten mit geseifter Stahlwolle und etwas Wasser blank. Feines Schleifpapier geht auch.

Wenn der alte Williams-Flipper "04" im Display anzeigt und sich sonst nichts tut, sind die Batterien auf der MPU (große Platine im Kopfteil) leer. Allerdings kann man das Gerät durch drücken des Testschalters in der Kassentür nach dem Einschalten starten.

Im übrigen ist die angezeigte Gesamt- Spielezahl eines Flippers nicht verbindlich. Wem diese Spielezahl sowie die bisherigen Einspielergebnisse wie bei einem Gebrauchtwagen mit einem geringen Kilometerstand als wenig benutzt verkauft wird, der sollte dieses mit Vorsicht genießen. Auch diese Daten der Buchhaltung sind für einen Fachmann zu löschen, allerdings nicht für jemanden, der nur die Taster in der Tür betätigen kann.
Man sollte um seinen Flipperautomaten lange am Leben zu erhalten Akkus und Batterien möglichst weit weg von der CPU-Platine positionieren. Die Akkus laufen nicht nur aus wenn sie verbraucht sind. Viel schlimmer: Sie gasen in einem großen Umkreis und zerstören Leiterbahnen und Bauteile. Der Tod der meisten Flipper. (Zumindest für das CPU-Bord.) Reparaturen von "Säureschäden" sind sehr aufwendig und kostspielig. Bei Befolgung des Rates ist dies vermeidbar. Es bleibt dadurch vielleicht ein Flipper mehr der Welt auch in Zukunft erhalten. Nähere Informationen hier.
Die Muttern aus Metall od. Kunststoff für Plastikabdeckungen auf der Spielfläche (überwiegend bei älteren Flippern) sollte man nie zu fest anziehen. Die Abdeckungen sollten immer locker sitzen und sozusagen "wackeln". Hierdurch gehen sie bei Kugelkontakt die Plastikabdeckungen nicht so schnell kaputt. Geklaut werden können Sie letztendlich auch nicht wenn sie locker sind weil eine Glasscheibe die Spielfläche abdeckt.
Wenn der Flipper zu viele Punkte im Spiel anzeigt, oder ständig welche hinzuaddiert sollte man die Kontakte und deren Abstand zueinander überprüfen.
Mit der Faust gefühlvoll auf die Spielfläche schlagen, dann dürfen keine Punkte gezählt werden. Wenn die Spulen der Schlagbanden ständig anziehen, sind auch hier die Kontakte zu eng eingestellt, oder die Gummis sind zu stramm.
Wer die Spielfläche seines Flipper mit Reinigungsspray einsprüht um sie zu polieren, sollte unbedingt alle Gummis vorher entfernen. Durch das Reinigungsspray werden die Gummis hart und brüchig.
Am besten bekommt man Plastikabdeckungen und Plastikteile von der Spielfläche durch die Geschirrspülmaschine sauber. (ca. 50 Grad maximal einstellen sonst könnten die Abdeckungen krum werden) Sie sehen anschließend wie neu aus. Mit Rampen geht das natürlich auch. (Nur wenn das meine Frau mitbekommen würde, würde ich anschließend sehr alt aussehen.) Weiterhin biete ich in meinem Shop einen Spezialreiniger an welcher die Geschirrspülmaschine ersetzt.
Wenn man eine Spule neu einlötet, sollte man unbedingt darauf achten, dass nicht nur die farbig kodierten Drähte wieder an der richtigen Lötfahne angelötet werden, sondern vielmehr auch darauf achten, dass die Diode am Spulenkörper richtig herum ist.
Bei gleichen Spulen im Austausch können die Dioden an den Spulen trotzdem unterschiedlich gepolt sein. Also Diode oder Drähte umlöten.
Dioden für die Kontaktmatrix gehen öfters kaputt. Dann gibt es evtl. Fehlfunktionen bzw. es werden die Punkte nicht richtig gezählt. Es sollen generell nur GERMANIUM-Dioden bei zBs. GOTTLIEB und keine Silizium Dioden wie zum Beispiel 1N4001 verwendet werden. Germanium-Dioden sind zwar teuer (45 Cent, bei mir im Shop erhältlich) aber dafür funktioniert die Kontaktmatrix auch richtig sofern die Kontakte und Anschlüsse auch in Ordnung sind.
Wenn man einen Kontakt oder Schalter neu einlötet, sollte man darauf achten, dass auch hier die Diode richtig herum sitzt. Ansonsten kann es passieren, das die Schaltermatrix nicht stimmt und die blödesten Fehler auftreten. Auch sollte man die kleinen Schalter nicht zu sehr beim Löten erhitzen.
Wenn die Flipperarme klemmen und nicht richtig in die Ausgangsstellung zurückkommen wollen, ist das "Coil Stop Assembly" (Winkel welcher mit 2 Schrauben am Ende der Spule befestigt ist) meistens ausgeschlagen. Auch ist der Plunger sicherlich aufgepilzt und verjüngt sich nicht mehr konisch. Dann scheuert der aufgepilzte Plunger an der Spulenhülse. Man sollte beides tauschen.
Hierfür biete ich Reparatursets im Shop für WILLIAMS an.
Man sollte die Glasscheibe, welche die Spielfläche abdeckt nie auf einen harten Untergrund stellen wollen. Der könnte kälter sein als die Scheibe, welche sich dann dadurch verspannen könnte, und dann würde sie in 1000 Stücke (mindestens) zerplatzen.
Die Neigung der Spielfläche ist bei den Flippern in der Regel richtig eingestellt. wenn die Beinschrauben auf ebener Fläche gleich lang raus- oder reingeschraubt sind. Eine kleine Libelle (wie bei der Wasserwaage) zeigt es so an, dass die Luftblase ohne Striche auf dem Glas zu sehen sein muss. Also zwischen den 2 weit auseinander liegenden Strichen muss sich die Blase befinden. Manche Flipper haben die Libelle unter dem Schild für Kredite / Spielablauf versteckt. Alte Flipper ( So aus dem letzen Jahrtausend, so ungefähr vor 1990) haben keine.
Die Neigung einer Spielfläche kann man bei neueren Flippern mit der eingebauten "Wasserwaage" einstellen. Diese ist mitunter unter der rechten Einsteckkarte für Kredite versteckt. Aber woher weis ich, ob der Flipper auch richtig in Waage zu beiden Seiten steht, damit die Kugel nicht ständig zu einer Seite rollt? Eine handelsübliche Wasserwaage ist zur Einstellung zu ungenau!
Man nimmt eine Flipperkugel, legt diese am oberen Ende auf die Glasscheibe und lässt sie los. Sie muss unten am Paneel in der Mitte ankommen. Wenn das der Fall ist, so stimmt die seitliche Einstellung auch.
Ob der Flipper auch seitlich richtig in der Waage steht testet man mit einer Kugel auf der Glasscheibe die man runterrollen lässt. Wenn sie nicht in der Mitte am Abschlußpanel ankommt so steht der Flipper schief. Und wenn Sie auf der Glasscheibe gar nicht rollen will, so stimmt auch irgendwas nicht. Da kann ich aber an dieser Stelle dann auch nicht helfen.
Bei alten Gottlieb-Flippern gibt es unterschiedlich lange Beine. "Haunted-House" zum Beispiel hat vorne kurze und hinten Lange Beine. Also wenn die Beine gleichlang sind, sich nicht wundern wenn alles nicht so richtig funktioniert.
Man sollte Flipperspulen nur durch gleichwertige des entsprechenden Geräteherstellers verwenden. Sie können für unterschiedliche Spannungen und Stromflüsse ausgelegt sein.
Die Glassockellampen eines Merkur / Nova / Stella / adP / Gauselmann Geldspielautomaten passen auch in einem Bally/Williams Flipper. Sind alle für die selbe Spannung ausgelegt. Also, wer bei eBay für Euro 1 einen Geldspieler ersteigert, hat erst einmal genug Ersatzlampen. Den Rest des Geldspielers kann man ja wieder bei eBay zum ausschlachten anbieten.
Ein Abschussgummi über den Glaskolben einer Flipperlampe stecken und die Lampe lässt sich leicht auswechseln.
Bei den Gottlieb-Flippern haben die Lampen für die Allgemeinbeleuchtung andere Spannungen auf der unteren Spielfläche. Also drauf achten, damit diese nicht gleich durchbrennen. (Haunted House zBs. 24 Volt wie die Spulenspannung)
Wenn man eine Flipperspule tauscht, sollte man sich unbedingt die Kabelfarben vor dem Auslöten der alten Spule zu den jeweiligen Anschlussfahnen merken. Das ist besonders wichtig, wenn eine Diode an der Spule vorhanden ist.
Bei den Flipperarmspulen (die mit den drei Lötfahnen) kann man ja auch die Drähte abkneifen, damit etwas Kabel an der Lötfahne der alten Spule dran bleibt. Es empfiehlt sich ohnehin die Kabel neu abzuisolieren und neu zu verzinnen, bevor diese an die neue Spule angelötet werden. Man kann auch die Spule ausbauen, die Kabel dranlassen, neue Spule einbauen und dann die Kabel Zug um Zug umlöten.
Flipperkugeln sollten blank, rund und glatt sein. Ansonsten beschädigen diese die Spielfläche erheblich durch Abrieb.
Kontaktspray an Kontakten ist sehr zu empfehlen (aber nicht verraten). Mit diesem Trick kann man mich etwas länger mit der Fehlersuche und Beseitigung beschäftigen. Insbesondere bei einer Punktematrix alter BALLY Geräte.
Kontaktspray bildet Übergangswiderstände in den Isolatoren aus Hartpappe. Zum Reinigen von Kontakten nimmt man sich etwas Zeit mit entsprechendem Reinigungswerkzeug (Kontaktfeilen).



 

Für alle Tipps wird keine Gewähr auf Richtigkeit übernommen. Wer Reparaturversuche hiernach ausführt, unternimmt dieses auf eigene Verantwortung.